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Ein Interview mit Bart de Witte

Viktoria 1.0 ist eine Kampagne der Hippo AI Foundation, mit der die größte offene Datenbank für den Kampf gegen Brustkrebs entwickelt werden soll. Wir freuen uns sehr, diese Kampagne mit WeShape unterstützen zu dürfen!

Im Interview berichtet Gründer Bart de Witte über seine Vision einer gleichberechtigten Gesundheitsversorgung und seiner Idee für den Weg dorthin.


Bart de Witte, Hippo AI | WeShape World

Hallo Bart, stelle unseren Leser:innen die Hippo AI Foundation doch einmal vor.

Die Hippo AI Foundation ist eine Non-Profit-Organisation, die glaubt, dass wir als Menschen gemeinsam eine nachhaltigere und gerechtere digitale Gesellschaft aufbauen können, in der jeder auf diesem Planeten Zugang zu einer guten Gesundheitsversorgung hat. Wir glauben, dass jede Entwicklung von Künstlicher Intelligenz für die Allgemeinheit zugänglich sein sollte und ein digitales Gemeinwohl darstellt. Wir denken, dass eine florierende Wirtschaft auf Offenheit und Zusammenarbeit basieren sollte und nicht auf geschlossenem medizinischen Wissen.

Deshalb fördern wir offene Innovationen für die medizinische Industrie und arbeiten gegen die Monopolisierung und Privatisierung von lebensrettendem Wissen, indem wir die Entwicklung von Künstlicher Intelligenz im Gesundheitswesen demokratisieren. Wir tun dies, indem wir Patient:innen und Bürger in den Mittelpunkt unseres Handelns stellen.

Wie kam es denn zu der Idee eures Projekts, wie ist es entstanden?

Ich bin seit fast 2 Jahrzehnten im Gesundheitswesen und in der Informationstechnologie tätig und habe immer gehofft, dass wir durch die Digitalisierung des Gesundheitswesens den Zugang zur Gesundheitsversorgung demokratisieren können. Als ich vor 10 Jahren anfing, bei IBM an KI-Projekten zu arbeiten, habe ich erkannt, wie mächtig diese Technologie sein kann und wie wir sie nutzen könnten, um Kosten und Ungleichheiten im Gesundheitswesen abzubauen.

Bei KI geht es darum, die Lücke zwischen Bekanntem und Unbekanntem zu schließen, was uns im Laufe der Zeit helfen wird, die Mechanismen von Krankheiten zu verstehen. KI kann uns helfen, Krebs frühzeitig zu erkennen und neue innovative Therapien zur Bekämpfung von Krankheiten zu entdecken. Aber um ein KI-System im Gesundheitswesen zu entwickeln, braucht man Daten. Sie sind der Sauerstoff, der KI-Systeme füttert.

Die Frage, wem diese neuen lebensrettenden Entdeckungen gehören werden, die aus den aus unserem Körper gewonnenen Daten generiert werden, hängt weitgehend mit der Frage zusammen, wer die größten und umfangreichsten Datensätze erwerben kann. Die aktuelle Entwicklung wird von Kapitalinvestitionen angetrieben, die zu exklusiven Rechten an Gesundheitsdatensätzen und Algorithmen führen.

Mein Traum von der Demokratisierung des Gesundheitswesens durch den Einsatz von Technologie löste sich in Luft auf. Ich verließ meinen gut bezahlten Job als Direktor für digitale Gesundheit bei IBM, um eine Alternative aufzubauen. Wie bei jedem sozialen Unternehmen waren die ersten Jahre extrem hart, und ich konzentrierte mich auf die Forschung und das Formulieren des Problems und der Lösung. Ich habe verstanden, dass man die Patient:innen und Bürger in den Mittelpunkt seines Handelns stellen muss, wenn man KI von den Menschen, durch die Menschen und für die Menschen schaffen will.

Mit Viktoria 1.0 haben wir unser erstes Projekt ins Leben gerufen, das sich mit dem Thema Brustkrebs befasst. Letztes Jahr starteten wir unsere erste Aufklärungskampagne, und wir haben viel gelernt. Ein Jahr später haben wir großartige Forschungsorganisationen gewonnen, die unser Ziel unterstützen, den größten Trainingsdatensatz für KI im Bereich Brustkrebs zu erstellen. Diese Datensätze sind mit einer Open Knowledge-Lizenz geschützt, was bedeutet, dass alle abgeleiteten Produkte von jedem frei genutzt werden können. Und um diese Datensätze zu erstellen, brauchen wir die Unterstützung der Menschen.

Ich bin überzeugt, dass wir den Monopolismus hacken und eine gerechte Gesellschaft aufbauen können, die auf einer florierenden Wirtschaft basiert, die wiederum auf Offenheit und Zusammenarbeit beruht und nicht auf exklusivem medizinischen Wissen, was zu Ungleichheit führt.

Was treibt dich denn täglich an, wofür brennst du?

Zuallererst möchte ich eine andere und bessere Zukunft für meine eigenen Kinder und alle kommenden Generationen. Eine Zukunft, die das Recht auf Zugang zur Gesundheitsversorgung für alle unterstützt. Zweitens treibt mich meine Geek-Mentalität an, die auf der philanthropischen Version meiner selbst beruht. Indem ich das tue, was die Welt braucht, was ich liebe und worin ich gut bin, fühle ich mich viel erfüllter. Etwas, das mir hilft, die Barrieren und Mauern niederzureißen, die mich vom Aufbau der Hippo AI Foundation abhalten wollen.

Wenn du in 3 Stichworten nennen müsstest, in welchen Bereichen ihr die Welt zum Besseren verändert, was wären diese drei Worte?

Gleichberechtigter Zugang zum Gesundheitswesen

Möchtest du unseren Leser:innen noch etwas mitgeben?

Die Gegenwart definiert die Zukunft und die Zukunft baut auf dem Fundament dessen auf, was wir heute tun oder nicht tun. Wir sind oft vom Gedanken an dystopische Zukünfte gefangen oder verlieren uns in Träumen über utopische Zukünfte. Aber wir vergessen, dass wir unsere Utopie aufbauen können, eine Vision der Zukunft, die auf gemeinsamen Überzeugungen basiert und für uns alle wünschenswert ist. Indem du an die Hippo AI Foundation spendest, erlaubst du uns den Aufbau einer Zukunft, die auf der Überzeugung basiert, dass jede:r in der Zukunft den gleichen Zugang zur Gesundheitsversorgung erhalten sollte.


Vielen Dank für diese spannenden Einblicke. Wir freuen uns, dass wir euch gemeinsam mit den Mitarbeiter:innen unterstützen können! Wer noch mehr wissen möchte findet detaillierte Informationen hier auf der Website der Hippo AI Foundation.