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Ein Interview mit Lara Krieger

Die Elterninitiative zur Unterstützung krebskranker Kinder unterstützt betroffene Familien vor, während und nach der Behandlung. Die Unterbringung in nächster Nähe zum Behandlungsort – in diesem Fall zum Universitätsklinikum Essen – ist ein wichtiger Bestandteil dieser Unterstützung, um Familien aus ganz Deutschland die Behandlung hier zu ermöglichen und dennoch nah bei ihrem Kind zu sein.
Im Interview stellt Lara die Arbeit des Vereins im Detail vor.
Movers & Shapers Interview: Lara Krieger von der Essener Elterninitiative zur Unterstützung krebskranker Kinder e.V.

Liebe Lara, stelle unseren Leser:innen die Essener Elterninitiative doch einmal vor.

Die Initiative unterstützt Familien krebskranker Kinder vor, während und nach der Behandlung. In unserem Elternhaus mit 35 Zimmern steht den betroffenen Familien ein sogenanntes „Zuhause auf Zeit“ fußläufig zum Universitätsklinikum Essen zur Verfügung. So können die Eltern und Kinder während der Behandlung ganz nah zusammenbleiben.

Darüber hinaus begleitet unser psychosoziales Team die Familienmitglieder durch die Höhen und Tiefen dieser schwierigen Zeit und steht beratend zur Seite. Der Kontakt zu anderen betroffenen Familien und zahlreiche Angebote helfen, die täglichen Aufgaben in dieser extremen Lebenssituation zu bewältigen. Der Verein wird von einem ehrenamtlichen Vorstand geleitet und ist spendenfinanziert.

Wie kam es denn zu der Idee eures Projekts, wie ist es entstanden?

Die Essener Elterninitiative wurde 1983 von selbst betroffenen Eltern gegründet, also von Eltern, deren Kinder an Krebs erkrankt waren und die im Universitätsklinikum Essen behandelt wurden. Diese Eltern haben selbst hautnah erlebt, mit welcher Vielzahl an Problemen die Familie – neben der Hauptsorge um das Leben des Kindes – konfrontiert wird.

Ziel war und ist es, aktuell betroffene Familien in dieser Extremsituation bestmöglich zu unterstützen. Die Unterbringung der Familie, deren eigentlicher Lebensmittelpunkt häufig viele hunderte Kilometer entfernt liegt, hat sich damals sehr schnell als eines der größten Probleme herauskristallisiert, denn wer kann sich über Monate oder Jahre schon ein Hotelzimmer in einer Großstadt leisten? Alle anderen Angebote, wie z.B. auch eine Gruppe für verwaiste Eltern zur Trauerbegleitung, Musiktherapie oder Freizeitangebote kamen über die Jahre Schritt für Schritt dazu.

Was treibt euch täglich an, wofür brennt ihr?

Wer hier im Elternhaus arbeitet, egal in welchem Bereich, hat tagtäglich Kontakt zu den Familien und zu den Kindern, denn die Vereinsräume sind mitten im Elternhaus. Die erkrankten Kinder, ihre Geschwister und Eltern jeden Tag in ihren euphorischen wie auch verzweifelten Momenten zu erleben und mitzubekommen, wie dankbar sie für unsere Hilfe sind und wie tapfer und mutig sie sich jeden Tag aufs Neue für den Kampf gegen den Krebs aufstellen, treibt uns alle unglaublich an. Es macht einen außerdem sehr demütig und relativiert die eigenen, dagegen nebensächlich erscheinenden „Problemchen“.

Wenn du in 3 Stichworten nennen müsstest, in welchen Bereichen ihr die Welt zum Besseren verändert, was wären diese drei Worte?

KREBSKRANKEN KINDERN HELFEN

Möchtest du unseren Leser:innen noch etwas mitgeben?

Der oft gelesene Slogan „Jede Spende zählt“ erscheint manchmal trivial, ist er aber nicht! Der Großteil der Spenden, die unsere Arbeit finanzieren, wird aus 2-stelligen Privatspenden generiert, Erstaunlich, oder? Wenn Du Lust hast, sei ein Teil davon, denn … jede Spende zählt! 😉


Vielen Dank für diese spannenden Einblicke. Wir freuen uns, dass wir euch gemeinsam mit den Mitarbeiter:innen unterstützen können! Wer noch mehr wissen möchte findet detaillierte Informationen hier auf der Website von Essener Elterninitiative zur Unterstützung krebskranker Kinder e.V..