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“Corona und das gesellschaftliche Engagement der Wirtschaft”

In einer aktuellen Studie haben das ZiviZ im Stifterverband und die Bertelsmann Stiftung das gesellschaftliche Engagement von Wirtschaftsunternehmen in Zeiten der Corona-Pandemie untersucht.

Engagement nach innen

Die Ergebnisse zeigen, dass sich die Art des Unternehmens-Engagements während der Corona-Krise verändert hat. Lagen Schwerpunkte vor der Pandemie auf den Bereichen Sport und Kultur, so richten sich die Aktivitäten seit 2020 vermehrt nach innen und auf den Gesundheitsbereich. Unternehmen setzen sich stärker für Mitarbeiter:innen ein, und das sowohl in Sachen Gesundheit als auch hinsichtlich der Flexibilisierung von Arbeitsmodellen. Damit einher geht häufig die Anpassung der IT-Infrastruktur an diese neuen Modelle ebenso wie die Schaffung der Kompetenzen hierfür.

Veränderungen im Spendenwesen

Besonders bei Betrachtung der Breite der Wirtschaftsunternehmen zeigt sich, dass Geldspenden seit März 2020 rückläufig waren. Interessant ist dies im Hinblick auf die Ergebnisse einer Studie des DZI, die sich mit dem Spendenwesen von Privatpersonen beschäftigte. Hiernach legten Geldspenden im Coronajahr zu (Zusammengefasst haben wir das in diesem Artikel).

Hinzuzufügen ist, dass sich bei DAX-Unternehmen ein anderes Bild zeigt: In der Stichprobe dieser großen Unternehmen, die in weiten Teilen eher wenig von der Pandemie betroffen waren, gaben ganze 80% an, dass sie regelmäßig Geld spenden.

Unternehmen sehen Mehrwert im Engagement

Die Studie zeigt eine interessante Verschiebung in der Auffassung darüber, welche Ziele das Unternehmen mit dem Engagement verfolgt. Demnach sehen die befragten Unternehmen verstärkt Mehrwert in den Bereichen Mitarbeiterbindung, Arbeitgeberattraktivität und Kompetenzsteigerung. Gaben 2018 z.B. nur 15% an, mit dem Engagement die Mitarbeiterbindung zu stärken, lag der Wert im November 2020 bei 25%.

Verzahnung von nach innen und außen gerichtetem Engagement

Als Handlungsempfehlung gibt die Studie Unternehmen mit auf den Weg, ihre CSR- und CC Aktivitäten zu professionalisieren, indem das nach innen gerichtete Engagement mit dem nach außen gerichteten verzahnt wird. Folgend wird empfohlen, dass Unternehmen die Fortschritte, die sie in Sachen Flexibilisierung und Digitalisierung erreicht haben nutzen, um darauf aufbauend die Unternehmenskultur weiterzuentwickeln. Als konkretes Beispiel wird genannt, dass Unternehmen “ihren gesellschaftlichen Anspruch mit den Beschäftigten in partizipativen Prozessen neu abzustimmen und sodann diese Weiterentwicklung bei der gesellschaftlichen Positionierung des Unternehmens stärker in den Mittelpunkt [zu] stellen. “

Als Begründung betont die Studie abschließend, dass mehr Freiraum für gesellschaftliches Engagement ein wichtiger Schritt für professionelles Unternehmensengagement sein kann. Denn dies führt zu Selbstwirksamkeit und fördert die persönliche Entwicklung von Soft Skills hin zu Kreativität.

WeShape als Instrument für mehr Partizipation der Beschäftigten

WeShape richtet sich an Unternehmen, die ihr nach innen gerichtetes Engagement professionell mit ihrer Unternehmensspende kombinieren möchten. Die CSR Engagement Plattform ermöglicht Unternehmen, Mitarbeiter:innen in das Engagement einzubeziehen, die Spendenaktivitäten zu demokratisieren und gleichzeitig Mehrwerte zu schaffen: Mitarbeiterbindung, (Employer) Branding und Sinnstiftung im Job. Mehr dazu hier.

Dürfen wir eine Tour durch die Plattform geben? Hier Termin zur Demo vereinbaren.