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Haie sind für ein gesundes Ökosystem unverzichtbar, ihr Verschwinden hätte weitreichende Folgen. In diesem Artikel schauen wir uns an, welchen Bedrohungen sie ausgesetzt sind. Denn je besser wir unsere Umwelt verstehen, desto effektiver können wir sie schützen.

Haie

Knorpelfische (Chondrichthyes) – also Haie, Rochen und Seekatzen – sind ein evolutionäres Erfolgsrezept. In den letzten 400 Millionen Jahren haben sie fast jede ökologische Nische unserer Ozeane für sich erobert – von der dunkelsten Tiefsee zu den sonnendurchfluteten Küstengebieten [1]. Trotz dieses evolutionären Siegeszuges sind sie nun zunehmend vom Aussterben bedroht. Das liegt vor allem an ihren Gemeinsamkeiten die sich nicht nur auf ihr Knorpelskelett beschränken. Vielmehr haben sie alle ein langsames Wachstum, späte Geschlechtsreife und niedrige Reproduktionsrate gemein [2]. Grönlandhaie (Somniosus microcephalus) sind mit einer Lebenserwartung von mehr als 500 Jahren ein plakatives Beispiel. Sie bringen erst nach circa 150 Jahren ihren ersten Nachwuchs zur Welt [3]. Viele der großen bekannten Hai-Arten produzieren außerdem nur wenige Jungtiere pro Wurf – und das auch nur alle paar Jahre [4].

Für Jahrmillionen war dies alles kein Problem. Als Spitzenjäger waren Haie nie dazu gedacht, in großer Anzahl und Populationsdichte vorzukommen. Doch nun bereitet ihr geringes Reproduktionspotential im Angesicht einer neuen Bedrohung – des Menschen – ernste Schwierigkeiten. Wir betreiben massiven Raubbau an unseren Meeren mit der Konsequenz, dass immer mehr Arten auf der Roten Liste der IUCN dem Aussterben näher rücken. Einige unserer Verhaltensweisen sind uns aus den Medien wohl bekannt, andere Themen entziehen sich noch dem Blick der Öffentlichkeit.

Unregulierte Fischerei

Die gezielte Jagd auf Haie lässt sich in drei Kategorien einteilen, entweder für (i) Hai-Fleisch, (ii) Hai-Produkte oder (iii) Sportfischerei. SHARKPROJECT informiert regelmäßig in laufenden und vergangenen Kampagnen über die ökologischen Konsequenzen des Konzepts „Hai als Ressource“. Die Problematik der Sportfischerei ist jedoch weitgehend eher unbekannt. Hier geht es nicht um Haie als Produkt, sondern als Prestige-Objekt.
Gerade entlang der Westküste der USA und in den Urlaubsregionen der Karibik findet das Hobby immer mehr Anklang. In den 1970er Jahren wurde der Startschuss durch den traurigen Kultklassiker „Der Weiße Hai“ gelegt [5]. Heute treiben die Sozialen Medien und die fortlaufende Suche nach dem perfekten Selfie die Industrie. Die Tourniere machen auch vor gefährdeten Arten nicht halt. Regelmäßig stehen Hammerhaie (Bogenstirn-Hammerhai Sphyrna lewini; Großer Hammerhai Sphyrna mokarran), Mako Haie (Isurus oxyrinchus), oder Fuchshaie (Großaugen-Fuchshai Alopias superciliosus; Gemeiner Fuchshai Alopias vulpinus) auf den Fanglisten. Bei allen von diesen Arten sind die Populationszahlen im Sinkflug [6]. Jedes Tier, das als Trophäe sinnlos stirbt ist ein weiterer Schritt in Richtung Aussterben.

Leider gilt je größer das Tier und je seltener die Art ist, desto besser. Für die Teilnehmer der Wettbewerbe geht es um Ansehen, Publicity und oftmals hohe Preisgelder. Für die Haie geht es um das Überleben ihrer Spezies. Denn es sind die großen Tiere, die am meisten zum Erhalt der Art beitragen [7]. Werden diese fruchtbaren und geschlechtsreifen Tiere entfernt folgt oftmals der unweigerliche Zusammenbruch der lokalen Population.

Sei dabei & hilf SHARKPROJECT, einen der Hauptgründe für die sinkenden Populationszahlen der Haie zu verhindern. Ohne Dich Geht’s Nicht – Deine Stimme für ein EU-weites Handelsverbot mit losen Hai-Flossen –>  https://eci.ec.europa.eu/012/public/#/screen/home

Quellenangaben findet ihr hier.


Grosser weisser Hai Foto C. Gstöttner | Sharkproject Germany

Grosser Weißer Hai, Foto C. Gstöttner


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Damit können wir 10 Kindern einen Ansteckbutton oder Bleistift mit Motivradierer aus dem Schulprojekt mitgeben.

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