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Unterstützung der EU-Bürgerinitiative „Stop Finning – Stop the Trade“ für ein EU-weites Handelsverbot mit losen Hai-Flossen.

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Jedes Jahr sterben Abermillionen Haie. Ihre Populationszahlen sind seit Jahrzehnten im Sinkflug – mit weitreichenden Konsequenzen. Gut ¼ aller Arten sind auf der IUCN Roten Liste als gefährdet eingestuft, viele sind bereits ausgestorben.

Gründe dafür sind vielfältig. Angefangen mit der Beifang-Problematik, Umweltverschmutzung oder den immer deutlicher werdenden Auswirkungen des Klimawandels. Der Hauptgrund liegt jedoch nach wie vor in der gezielten Fischerei. Dabei steht nicht das gesamte Tier auf dem Fangzettel, sondern vorrangig die wertvollen Flossen. Um Platz auf den Schiffen zu sparen, werden die Flossen abgeschnitten und die verstümmelten, oft noch lebenden Haie zurück ins Meer geworfen.

Die Flossen werden dann von ihren Fangstätten weiter gehandelt, hauptsächlich um als Delikatesse in Haiflossen Suppe oder als Allheilmittel der Traditionellen Chinesischen Medizin vermarktet zu werden.

Auch Europa ist an diesem Handel beteiligt, sei es durch Fangen und Weiterverarbeiten von Haien selbst oder als zentraler Umschlagsplatz für Flossen aus der gesamten Welt.

Freiwillige Maßnahmen zur Einschränkung der Fischerei sind nicht zu erwarten. Ganz im Gegenteil, die Nachfrage nach den begehrten Flossen steigt. Und wo Nachfrage da Profit.

Die einzige praktikable Möglichkeit liegt in einer entsprechenden Gesetzgebung.

Erste Schritte in diese Richtung gibt es in der EU bereits seit 2013. Durch die „Fins Naturally Attached“-Verordnung ist das Aufbewahren, Umladen und Anlanden jeglicher losen Haiflossen auf EU-Schiffen untersagt. Hierdurch sollte die grausame Praxis des Shark Finnings verboten und ein genereller Rückgang des europäischen Hai-Fangs erreicht werden.

Die Realität sieht jedoch anders aus. Zwar kam es kurzzeitig zu einem Rückgang der Fangzahlen, doch durch gezielte Vermarktung von Haifleisch stiegen diese jedoch schnell wieder auf ihr ursprüngliches Level an. Sobald die Tiere angelandet werden, dürfen ihnen weiterhin legal die Flossen entfernt werden. Und solange dies und der Handel mit den losen Flossen erlaubt ist, wird Europa weiterhin einer der Hauptumschlagsplätze bleiben.

Dazu kommt die Problematik des illegalen Handels mit CITES-Arten in Europa. Ohne genetische Analysen ist es fast unmöglich zu bestimmen von welcher Hai-Art die abgetrennten Flossen kommen. Sobald das gesamte Tier transportiert werden muss, fällt diese Schwierigkeit weg.

Die EU-Bürgerinitiative „Stop Finning – Stop the Trade” setzt genau hier an.

Ziel ist es, die „Fins Naturally Attached“-Verordnung zu erweitern und so den kompletten Import, Transit & Export loser Flossen zu verbieten.
Mit dem Erreichen der notwendigen 1 Million Unterschriften von mindestens 7 EU-Staaten ist die Europäische Kommission verpflichtet über eine entsprechende Gesetzesanpassung zu verhandeln. Sollte der Erweiterung zugestimmt werden, wird der Handel mit Flossen schlagartig unlukrativ. Ein drastischer Rückgang des europa- & weltweiten Hai-Fangs ist dadurch zu erwarten. Denn wer will schon einen 500 kg schweren Hai nur wegen zwei Paar Flossen quer durch Europa transportieren?!

Alle wahlberechtigten EU-Bürger stimmen bis 31.1.2022 direkt hier ab: https://eci.ec.europa.eu/012/public/


Stop Finning – Stop the Trade | Sharkproject Germany