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Entwaldung, Dürre und Brände haben bedrohen den letzten Regenwald in Paraguay

Danke für Eure Unterstützung von Pro Cosara, die den Regenwald in der Cordillera San Rafael schützt. Der Direktor für Klimawandel am Umweltministerium gab am 3.11.2021 bekannt, dass in Glasgow auch Paraguay die „Erklärung zu Wäldern und Landnutzung“ unterzeichnet hat unter dem Druck der Umweltorganisationen, darunter natürlich auch wir von Pro Cosara.

Die 26. UN-Klimakonferenz (COP26) begann am 31.10.2021 zeitgleich mit einem historisch niedrigen Wasserstand des großen Flusses Parana, der nah an unserem Schutzgebiet vorbeifließt. Die Erderwärmung soll im Vergleich zur vorindustriellen Zeit auf 1,5°C (maximal 2°C) begrenzt werden. Die Jahresmitteltemperaturen lagen in Paraguay seit 2000 deutlich über dem Mittelwert des Zeitraums 1971-2000. 2020 wurde der nationale Notstand wegen einer schweren Dürre ausgerufen, und schwere Brände haben 40% des letzten Restes an Regenwald in der Cordillera San Rafael zerstört. Dürreperioden und Hitzewellen haben sich in Paraguay zwischen 1980 und 2019 verdreifacht.


 

Abweichungen der Jahrestemperatur vom Mittelwert im Zeitraum 1971-2000 in Paraguay von 1901 bis 2020 | Quelle: https://showyourstripes.info/faq


In Paraguay tragen Landwirtschaft und Entwaldung mit 80% zur Emission von Treibhausgasen bei.

Während das Verbrennen fossiler Energieträger wie Kohle „nur“ in uralter Biomasse gebundenes CO2 freisetzt, führen die Brände in den Regenwäldern zusätzlich zu einem Abbau der Kapazität, CO2 in Biomasse zu binden. Schätzungen zufolge wird etwa die Hälfte des Kohlenstoffs in den Regenwäldern gespeichert.

Diese von mehr als 120 Ländern unterzeichnete Erklärung hat das Ziel, den Waldverlust und die Landdegradation bis 2030 einzustellen. Umweltschützer kritisieren jedoch, dass dies den Ländern neun Jahre Zeit lässt, weiter Raubbau an den Wäldern zu betreiben. Auch im Schutzgebiet von San Rafael werden immer wieder illegale Rodungen festgestellt. Bis heute wurden keine Maßnahmen eingeleitet, die illegalen Landbesetzer zu vertreiben, die die Entwaldung ungestraft fortführen. Es besteht in Paraguay eine gravierende Kluft zwischen dem, was auf dem Papier der Gesetzgebung und der internationalen Vereinbarungen steht, und der Praxis beim Umweltschutz, denn es fehlt eine abschreckende Strafverfolgung von Umweltsündern. Alle NGOs haben sich daher zusammengeschlossen, um die Entwaldung zu bekämpfen.

Bitte helft uns auch weiterhin, San Rafael mit dem letzten größeren Regenwald in Paraguay zu erhalten.

Mit Euren Spenden unterstützen wir die Feuerwehr bei der Brandbekämpfung und können Überwachungsflüge mit „Lucy“ durchführen, einem Leichtflugzeug, das wir vom WWF erhalten haben. Mit einer unbemannten Drohne könnten wir jedoch für unsere Leute viel gefahrloser feststellen, wo abgeholzt wird und wo Brände gelegt werden.


DAS KANN DEINE SPENDE BEWIRKEN

Die Anschaffung einer Drohne mit Wärmebildkamera kostet ca. 700.000 Credits. Nur gemeinsam können wir dieses Ziel erreichen: Mit jedem Credit kommen wir der Drohne etwas näher. Erzähle auch gerne deinen Kolleg:innen von uns!

Danke für deine Unterstützung!