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Paraguay macht in Deutschland Schlagzeilen beim Drogenhandel und mit seiner Grillkohle. Aber nur wenige kennen den traurigen Rest an Wäldern, die in Paraguay einen ungeschützten Schutzstatus haben: Sie werden für Marihuana abgeholzt und zu Grillkohle verbrannt. Der Einfluss auf das eigene und weltweite Klima ist verheerend.

In mehreren Folgen berichten wir über diese Zusammenhänge zwischen Entwaldung und seinen Konsequenzen in Paraguay.

Teil 3: Dürrekatastrophe

Zu der Entwaldung durch illegalen Holzeinschlag und Brandrodung kam 2020 eine extreme Dürrekatastrophe mit schweren Bränden hinzu. Wegen der sich im ganzen Land ausbreitenden Brände von Wäldern und Buschland hatte Paraguays Kongress am 1. Oktober 2020 den nationalen Notstand ausgerufen.

Es ist schwierig, menschliche Aktivitäten als direkte Auslöser dieser Feuer nachzuweisen. Die Ursachen der Dürre sind jedoch Klimafolgen und damit auch hausgemacht. Wälder regulieren den Wasserhaushalt und schützen vor Erosion. Sie wirken als größter Kohlenstoffspeicher dem weltweiten Treibhauseffekt entgegen. Obwohl in Paraguay nur rund sieben Millionen Menschen leben, ist der Ausstoß an Treibhausgasen so groß wie in manchen Industrieländern. Während die Energiegewinnung aus fossilen Brennstoffen der größte CO2-Emittent in Europa ist, sind es hier die Brände. „Heiße Entwaldung“ setzt Treibhausgase frei, während durch die Photosynthese in intakten Wäldern Kohlendioxid in Sauerstoff umgewandelt wird.

Matthias Baumann von der Humboldt-Universität in Berlin hat im Chaco die Auswirkungen der Abholzung auf das Klima untersucht. Zwischen 1985 und 2013 wurde dort eine Fläche abgeholzt, die etwas größer als Niedersachsen war. Rund 250 Gigatonnen klimaschädlicher Treibhausgase seien dadurch entstanden.


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